Wärmepumpe für die Küche
Beim Bau des eigenen Hauses oder aufgrund eines Defektes der alten Heizung kommt es zu der Frage, wie wohl am besten die Küche zu beheizen sei. Viele Hausbesitzer neigen zu herkömmlichen Heizkörpern, während einige es vorziehen, erst gar keine Heizung in der eigenen Küche zu installieren. Eine Wärmepumpe ist eine sehr vorteilhafte Alternative.
Warm und kühl dank der Wärmepumpe
Das als Wärmepumpe bezeichnete Gerät kann nicht allein zum Beheizen eines Raumes genutzt werden, sondern dient auch der Kälteerzeugung. Eine Wärmepumpe gibt nämlich nicht nur Wärme ab, sondern nimmt sie bei Bedarf auch auf. Im Gegensatz zu Klimaanlagen oder Kältemaschinen wandelt eine Wärmepumpe die Wärme des Raumes, in dem sie installiert ist, in der Regel von einem niedrigen in ein höheres Temperaturniveau um. Man spricht hier von Verflüssigungs- oder Kondensationswärme. Meist wird die Wärmepumpe zum Heizen oder Kühlen benutzt. Die Flüssigkeit innerhalb der Wärmepumpe wird von ihrem gasförmigen Aggregatzustand in einen flüssigen umgewandelt, wodurch Wärme an den umgebenen Raum abgegeben wird. Diese Wärme bezeichnet man dann als die bereits erwähnte Verflüssigungswärme. Wird die Wärmepumpe zum Kühlen benutzt, nimmt die Flüssigkeit die Wärme auf und wandelt sich von der flüssigen in die gasförmige Form. In diesem Fall spricht man von Verdunstungskälte. Durch die Verbindung von Heizfunktion und Kälteerzeugung ist eine moderne Wärmepumpe ideal für die Temperaturkontrolle innerhalb einer Küche. Es gibt Anwendungen der Technik der Wärmepumpe, die es ermöglichten, zum Beispiel die Wärme, die bei einem langen Koch- oder Backvorgang in der Küche entsteht, aufzunehmen und für kältere Zeiten in der Küche zu speichern. Selbstverständlich ist eine solche Heiz- und Kühltechnik auch für die meisten anderen Räume gut geeignet. Das Prinzip der Wärmepumpe hat in weniger vielseitiger Form bereits den Weg in nahezu jede Küche gefunden, darauf beruht nämlich die Kälteerzeugung in den meisten Kühlschränken.
Die Wärmepumpe als Temperaturkontrolle für das gesamte Haus
Eine Wärmepumpe, die mit Erdsonden als Wärmequelle arbeitet, kann im Sommer zum Kühlen des Eigenheims verwendet werden, ohne dass die Pumpe aktiv werden muss. Dadurch können deutlich Stromkosten für eventuelle Klimaanlagen gesenkt werden. Ein Wärmetauscher dient dazu, das Heizungswasser in diesem Fall zu kühlen. Häuser mit Heizkörpern, die auf herkömmlichen fossilen Heizsystemen basieren, benötigen nämlich zum Kühlen ein zusätzliches Klimagerät, wohingegen es Wärmepumpen gibt, die sich entsprechend vom Heizen zum Kühlen oder zurück umstellen lassen. Die Wärmepumpe dient dann bei Bedarf der Kälteerzeugung und führt die ihrer Umgebung entnommene Wärme beispielsweise dem Bad zur Bereitung von warmem Wasser zu.