IKEA will den deutschen Küchenmarkt einnehmen
Wer gut und günstig Einrichtungsgegenstände einkaufen will, der kauft bei IKEA. Trotz steigendem Umsatz wollen die Verantwortlichen mehr – Küchen verkaufen.
Der Nachfolger von IKEA-Erfinder Ingvar Kamprad hat im September 2009 den Vorstand der größten Möbelhauskette der Welt übernommen: Mikael Ohlsson.
Das letzte Jahr musste er, trotz Wirtschaftskrise, erfolgreich zu Ende führen. Der Konzern hat nur ein Umsatzplus von 1,4 Prozent gemacht und musste auch Mitarbeiter entlassen, allerdings hat sich, nach Abschluss des letzten Jahres, der Umsatz wieder auf ein Plus von sieben bis acht Prozent gesteigert. Ausbaufähig sei IKEA allerdings trotz über 300 Filialen weltweit immernoch, besonders in der Küchenbranche und das vor allem in Deutschland.
Dem im Gegensatz zu unseren europäischen Nachbarn stehen in deutschen Haushalten nur wenig Küchen vom schwedischen Riesen, gerade mal fünf Prozent nennen eine IKEA-Küche ihr eigen.
Nach uns kommt Frankreich, wo jeder fünfte schwedisch kocht, in Schweden selbst ist es jeder dritte und Norwegen steht an der Spitze mit unschlagbaren 50 Prozent IKEA-Küchen in nationalen Haushalten.
Ohlsson wundert sich über diese augenscheinliche Resistenz der Deutschen, die anscheinend lieber Küchen im Wert von 20.000-30.000 Euro kaufen, anstatt sich eine IKEA-Küche zuzulegen, die nur ein Bruchteil von dem koste und trotzdem mindestens ebenso funktional wäre.
Aber genau dies sieht Ohlsson als verbesserbar. In bereits vorhandenen Einrichtungshäusern sollen noch viele Veränderungen und Optimierungen erfolgen, außerdem soll der Markt noch weiter ausgebreitet werden, beispielsweise nach Süd-Korea.
Dass IKEA auch in Zukunft erfolgreich expandieren wird, lässt sich kaum bezweifeln.