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Einfache Dinge mit Stil

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28.07.2010
Marion

Die Küche sagt viel über ihren Besitzer und Nutzer aus. Die Standardküche von Ikea haben wohl die meisten Deutschen, daran ist ja nichts auszusetzen, die Küchen sind vom Preis/Leistungsverhältnis her sehr gut und sehen außerdem schick aus. Nur die individuelle Note geht dabei leider oftmals verloren.

Dabei kann man seine Wohnung und Küche oftmals mit ganz einfachen Dingen kreativ und einzigartig gestalten, etwa mit individuellen Einzelstücken oder Küchenutensilien, die nicht jedermann hat.

Weinmesser für Weinkenner

Für Weinliebhaber empfiehlt sich beispielsweise ein Laguiole Messer. Dieses traditionelle Taschenmesser aus Frankreich ist fast so berühmt wie das Schweizer Messer, erfunden und erstmals produziert wurde es in den Orten Laguiole und Thiers in Mittelfrankreich. Es wurde bereits vor fast 200 Jahren, genauer gesagt 1826, von Pierre-Jean Calmels erfunden. Dieser arbeitete im Winter immer im benachbarten Katalonien (Spanien) als Tagelöhner. Die Katalanen hatten damals bereits ein Klappmesser während die Franzosen noch altmodische Messer hatten, die feststehend fixiert waren.

Von dem Messer der Katalanen war Calmels so beeindruckt, dass er sich entschloss, selbst so ein Messer herzustellen. Innerhalb weniger Jahre wurde das Messer in ganz Frankreich bekannt, im Jahr 1840 gab es schon zahlreiche Schmieden, die das Messer herstellten. Im Laufe der Zeit wurde das praktische Messer in ganz Europa bekannt, es gibt vier berühmte Schmieden die auch heute noch die Messer auf traditionelle Art produzieren: Arbalète G. David, Fontenille Pataud, Forge de Laguiole und Laguiole en Aubrac. Die berühmten Messer mit der Biene als Markenzeichen gibt es für Weinliebhaber auch mit Korkenzieher. So ein Messer ist der ideale Blickfang für jede Küche, es ist schlicht und trotzdem elegant und außerdem qualitativ hochwertig gefertigt. Man muss nur darauf achten, keine Fälschung zu erwischen. Denn Markenpiraten, vor allem aus China, produzieren inzwischen auch billige Laguiole Messer von minderer Qualität.

Für die richtige Würze

Wer gerne viel selbst kocht, kann sich auch eine Pfeffermühle kaufen. Pfeffermühlen hat schon fast jeder, denken Sie? Das mag ja stimmen, jedoch gibt es auch hier gravierende Unterschiede zwischen den einzelnen Herstellern. Eine günstige Pfeffermühle hält meist nicht lange und sieht außerdem nicht wirklich individuell aus. Wer auch hier Akzente setzen will, der sollte sich im Fachgeschäft umsehen, diese Mühlen kosten zwar ein bißchen mehr als die Standardmühle aus dem Kaufhaus, dafür ist die Qualität aber ungleich besser.

Bei einer Pfeffermühle ist das Mahlwerk eines der wichtigsten Bestandteile, billige Mühlen haben naturgemäß oftmals auch billig gefertigte Mahlwerke, die schnell klemmen oder kaputt gehen. Gibt man hier ein bißchen mehr Geld aus, erhält man ein Stück, das nicht jeder hat und an dem man viele Jahre seine Freude haben wird. Es ist also gar nicht so schwer, seine Küche mit ein paar kleinen aber feinen Accessoirs individuell auszustatten.

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