Donnerstag, Juli 22nd, 2010 | Autor: admin

Die griechische Küche hat viele Besonderheiten und Spezialitäten zu bieten. Nicht nur der allseits bekannte griechische Schafskäse oder das Gyros, sondern die gesamte griechische Küche ist wie alle Küchen des Mittelmeers sehr gesund und wohlschmeckend.

Leider wird die griechische Küche in der internationalen Gunst meist von der italienischen Küche geschlagen, dabei kann sich die hellenische Küche locker auf einen Vergleich mit den Italienern einlassen. In diesem Beitrag präsentieren wir Ihnen die griechische Küche so, wie Sie sie vielleicht noch nicht kennen, und wollen auch einen kleinen Einblick über die Entstehung der griechischen Küche geben.

Einfluss fremder Völker und Kulturen auf die griechische Küche

Die griechische Küche hatte schon in der antiken Zeit viele Ähnlichkeiten mit der heutigen hellenischen Küche. Schon damals waren Meeresfrüchte und viel Gemüse die Hauptbestandteile der Gerichte. So finden sich beispielsweise in vielen historischen Aufzeichnungen Hinweise über die Essgewohnheiten der alten Griechen. Sogar bei Homer findet man schon Aufzeichnungen über die griechischen Essgewohnheiten jener Zeit, damals standen Oliven, Wein, Granatäpfel oder Quitten auf dem Speiseplan von Odysseus und Co. Auch die heute noch sehr beliebten Mezedes, also kleine Gerichte, die zur Vor- oder Nachspeise oder als Zwischendurch-Snack genossen werden, gab es schon vor über 2000 Jahren in Griechenland. Als Griechenland im Mittelalter Teil des Byzantinischen Reichs war, nahm die griechische Küche viele Einflüsse der an Byzanz angrenzenden Kulturen auf, so etwa Speisen und Gerichte vom Balkan, aus Indien oder auch aus dem arabischen Kulturraum. Beliebt waren vor allem neue Gewürze und Zubereitungsarten, aber auch die verschiedensten Speisen der jeweiligen Völker. Die Griechen übernahmen beispielsweise die Auberginen, Zitronen oder auch den Kaviar von den benachbarten Völkern. Bei den Zubereitungsarten ließ man sich ebenfalls gerne von anderen Völkern inspirieren, so zum Beispiel das Garen in Weinblättern oder das Einlegen von süßen Nachspeisen in Zuckersirup. Diese Arten der Zubereitung wurden von den Türken und Arabern übernommen.

Nach dem Zerfall des byzantinischen Reichs übernahmen die Griechen viele Speisen der Nachbarvölker. So entstand zum Beispiel die Pastitsada, ein ursprünglich aus Venedig stammendes Pastagericht, welches mit griechischen Gewürzen abgeschmeckt ein neuartiges, wohlschmeckendes Gericht ergab.

Spezialitäten und Besonderheiten der griechischen Küche

Die griechischen Gerichte werden oftmals mit Olivenöl zubereitet, haben meist Meeresfrüchte und heimisches Gemüse als Hauptzutat und werden mit regionalen Kräutern und Gemüsesorten des Mittelmeers wie Minze, Oregano, Paprika oder Thymian gewürzt.

Neben Meeresfrüchten stellt Fleisch in Griechenland von jeher einen wichtigen Bestandteil der Gerichte dar, seit dem Steigen des Lebensstandards im 20. Jahrhundert konsumieren die Griechen weit mehr Fleisch als noch vor 100 Jahren, der Fischkonsum ist hingegen leicht rückläufig, da Fisch durch die Überfischung des Mittelmeeres in den letzten 50 Jahren stetig teurer geworden ist. Die Griechen nehmen vor dem Kauf auch immer einen aufwendigen Preisvergleich Haushaltsgeräte vor, ohne dabei jedoch Einbußen bei der Qualität hinzunehmen. Denn die Qualität des Kochgeschirrs ist für griechische Köche und Hausfrauen viel wichtiger als es bei den meisten Westeuropäern der Fall ist.

Kategorie: Allgemein
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